Reiten heisst sich und seinem Pferd zu vertrauen oder was hat mentales Training mit Reiten zu tun?

Fünf mentale Techniken, die Sie auf Ihrem Weg zum Partner Pferd begleiten können.

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Wie reagieren Sie in stressigen Situationen? Stecken Sie solche Phasen locker weg, gehen Sie vielleicht sogar noch gestärkt daraus hervor und wirken, als könnte sie nichts erschüttern? Oder tuen Sie sich schwer, sehen Probleme, wo vielleicht gar keine sind und nehmen sich alles zu Herzen?

Dann mangelt es Ihnen vermutlich an mentaler Stärke. Doch was steckt hinter dieser famosen Eigenschaft, mit der sich offenbar nicht nur das eigene Leistungspotenzial besser ausschöpfen lässt, sondern auch gleich noch Geist, Körper und Seele in Einklang bringen lassen?

Immer wieder treffe ich im Coaching auf dieselben Herausforderungen: den Reitern fehlt es oft gar nicht an Training, Fachkenntnissen oder sozialen Fähigkeiten, um die Ziele bzw. Ergebnisse zu erreichen.

Oft sind es die externen Auslöser, wie

  • Zeitdruck,
  • das Umfeld,
  • die eigenen meist unbewussten Verhaltens- und Gefühlsmuster,
  • die Ungeduld und Wut beim Training
  • Ängste

selbst, die sie auf Ihrem Weg blockieren. Haben sich bereits erste Blockaden und Stress eingeschlichen, kann es für den Reittrainer ohne Kenntnisse von mentalen Techniken schnell zu einer Herausforderung im Unterricht werden.

Doch jeder kann etwas verändern…Kommen Sie der mentalen Stärke auf die Spur... denn in den meisten Fällen entscheidet der Kopf, ob wir eher auf der Gewinner- oder der Verliererseite stehen. 

Mentales Training…

  • … ist eine wirksame Strategie zur Aneignung und Verbesserung sportlicher, geistiger und emotionaler Techniken.
  • … ist für jeden geeignet, der seine Fähigkeiten, die Belastbarkeit, sein Selbstbewusstsein oder sein Wohlbefinden steigern möchte.
  • … ist arbeiten mit der Vorstellungskraft.
  • … ist ein einfacher, aber sehr wirksamer Weg, wie Sie lernen können, negative Selbstgespräche durch eher positive zu ersetzen.

Kurz gesagt: Mentales Training hilft, sich wie auf Knopfdruck in einen positiven Zustand "beamen" zu können.

 

Ein kleines Experiment dazu, das Ihnen die Macht der mentalen Bilder näherbringt:

  •  Stellen Sie im Abstand von ca. 10 cm an eine Wand.
  • Stellen Sie sich vor, dass hinter Ihnen ein kuscheliges Bett steht, in das Sie nun hineinfallen wollen.
  • Stellen Sie sich vor, wie Sie in das Bett fallen.

Wenn Sie sich das Ganze bildhaft vorgestellt haben, dann ist folgendes passiert:

  • Sie sind ins Schwanken gekommen

Sie sehen: Alleine die Vorstellung, in ein Bett zu fallen reicht aus, um genauso zu reagieren, als würden Sie tatsächlich ins Bett fallen.

 

Die Macht der Gedanken

Die Macht der Gedanken, wer kennt Sie nicht, - die Gedanken die alleine schon beim Denken, aussprechen oder hinhören Reaktionen und Gefühle auslösen können…?

Gedanken Angst

Denken Sie manchmal,…

  • … Sie fühlen sich wie in einer Sackgasse mit Ihrem Pferd?
  • … Sie verlieren die Kontrolle?
  • … Sie hören jetzt schon das Geräusch von angeschlagenen Stangen?
  • … Sie schaffen es nicht?
  • … Sie möchten etwas verändern, wissen aber nicht wie und tun immer das Gleiche?

Was machen diese Gedanken mit Ihnen?

Vielleicht

  • denken Sie, wieso sollte ich mich bemühen, wenn die Veränderungsmöglichkeiten ohnehin so gering sind?
  • denken Sie, ob es das richtige Pferd für Sie ist?
  • zweifeln Sie an sich und Ihren Fähigkeiten?
  • kommen Angst und Unsicherheit hoch?
  • Verkrampfen Sie sich?

Oft blockieren wir uns dadurch bewusst oder unbewusst selber. Die Gedanken umkreisen und lähmen uns und wir machen uns selber klein.

Wenn wir selber außer Balance sind, wir selber nicht an unsere Fähigkeiten glauben und uns selber nicht vertrauen, wie dann das Pferd?

Wie reagiert Ihr Pferd auf diese Gedanken und Ihr Verhalten?

  • Übernimmt es die Führung?
  • Zappelt es nervös herum?
  • Reagiert es anders als früher, als Sie noch mit Freude und Spaß dabei waren?

 

Was können Sie tun?

Wenden Sie mentale Techniken an, die Sie auf Ihrem Weg zum Partner Pferd begleiten können.

Erstens: Achten Sie auf Ihre Gedanken und Worte

Worte entstehen aus unseren Gedanken und wirken. Damit beeinflussen sie unseren Körper, unser Empfinden, Verhalten und letztlich unser Leben.

Worte und Gedanken,

  • motivieren oder blockieren uns
  • halten uns gesund oder machen uns krank
  • geben Mut oder verursachen Ängste

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Suchen Sie aufbauende Worte und Gedanken

Welche Worte und Gedanken können Sie positiv aktivieren und in schwierigen Situationen wiederaufbauen? Verwenden Sie diese Worte und Gedanken so oft wie möglich, z.B. Freude, Spaß, Gesundheit, Harmonie, Erfolg, Glück.

Nutzen Sie das Wort "gut"

Mit dem Wort "gut" werden Worte wie positiv, schön, wohltuend, okay, heilsam, etc. assoziiert. Starten Sie aufmunternd jeden Tag mit kleinen Sätzen, wie „Ich bin gut“, „Ich handle gut“, Ich fühle mich gut, „Ich schaffe das“.

 

Zweitens: Lächeln Sie

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Lächeln führt dazu, dass unser Gehirn Endorphine produziert, die das Wohlbefinden steigern.

Drittens: Motivieren Sie sich selber

Springen Sie über Ihren imaginären Schatten und loben Sie sich doch mal selber oder feuern Sie sich an.

Viertens: Finden Sie Ihre ureigene Problemlösungsstrategie 

Was können Sie tun, um eine Situation zu bewältigen?

  • Gut, hier habe ich einen Fehler gemacht; abgehakt, aber der Tag ist noch lange und beim nächsten Hindernis / Ritt / Übung wird es besser
  • Analysieren Sie den Tagesablauf erst am Abend.

Selbstreflexion und positive Veränderung der Schlussfolgerung

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Nehmen Sie sich selber bewusst in bestimmten Situationen wahr und reflektieren Sie Ihr Verhalten, Ihre Emotionen und Gedanken. Mit dem Ziel: Das eigene Handeln zu erkennen, zu verstehen und daraus Veränderungsbedarf ableiten zu können. Z.B.

  • In welcher Situation tritt die Veränderung mit welchen Gedanken und Gefühlen wo im Körper auf?
  • Was genau ist wann passiert und wie reagiere ich im Umgang mit meinem Pferd?
  • Welche Gründe gibt es für die Entstehung der Gedanken und Gefühle bei mir?
  • Wozu brauche ich diese Gefühle und wo können sie nützlich sein?

Verändern Sie Ihre Schlussfolgerung zum Positiven

  • Mental (Gedanken)
  • Verhalten (wie verhalte ich mich)

Und nehmen sie anschließend Ihre Emotion bzw. Stimmung wahr

Beispiele:

In einem Kurs reagiert mein Pferd nicht so wie ich es erwarte, und alle schauen mich – so mein Gefühl – komisch an.

  • Mental: Gut, jetzt weiß ich, woran ich mit meinem Pferd noch arbeiten sollte
  • Verhalten: Ruhig bleiben im „Hier & Jetzt“ und lächeln

 

Am Abend vor dem Wettkampf ist im Nachbarzimmer im Hotel laute Musik bzw. eine Party

  • Mental: Ah gut, dass ich Ohropax dabei habe
  • Verhalten: Ansprechen, alternativ: Rezeption, Ohropax, Kopfhörer mit MusikVermeintlich schwache

 

Reiter zeigen in der Prüfung eine unerwartete gute Leistung und legen einen hohen Wert vor – bevor ich selber reite

  • Mental: Visualisierung des perfekten Ritts, haben sich toll weiterentwickelt
  • Verhalten: Ruhig bleiben im „Hier & Jetzt“, entspannen, bewusst die Atmung wahrnehmen

 

Fünftens: Visualisieren Sie Ihr Vorhaben – Drehbuch

 Menatales Denken

  • Je klarer Sie im Vorfeld eine Vorstellung davon haben, was Sie in einer bestimmten Situation wie tun wollen, desto besser können Sie in der Situation reagieren.

 

Zusätzlich gibt es diverse Methoden, die Coaches anbieten

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  • NLP
  • Emotions- und Leistungscoaching - Wingwave®
  • Klopfakkupressur - EFT®
  • BrainGym®
  • Feldenkrais
  • Hypnose
  • u.w.

 

Bilder und Grafiken

Angaben der Quelle für verwendete Bilder- und Grafikmatieral: